Nach einem ebenso turbulenten, wie erfolgreichen Umzug nach
Ferropolis im vergangen Jahr, hat das splash! nun offenbar sein ganz spezielles Setting gefunden. Die 13. Auflage gibt es nach Bekunden der Macher wieder in der Stadt aus Eisen. Und damit sich nicht weiter mit der quälenden Frage beschäftigt werden muss, wer wohl auf dem diesjährigen Festival zwischen den überdimensionierten Baggern auftreten wird, freuen sich die Veranstalter des splash! nun erste Namen bekannt geben zu können.
Den Anfang macht der New Yorker
Raekwon. Der frisch gebackene 40-jährige aus Brooklyn, feierte seinen größten Erfolg mit der Formation „Wu-Tang Clan“ und dem Debütalbum „36 Chambers“. Gerüchten zufolge soll er das Mafioso-Image in die Szene gebracht haben, das er und sein Clan bis heute verkörpern. Dennoch ist es selbstverständlich die Musik, die bei Raekwon im Vordergrund steht, was er mit seinem neuen Album „Only built for Cuban Linx Part II“ in typischer Brooklyn-Manier unter Beweis stellt. Für März dieses Jahres ist bereits ein weiteres Album mit Ghostface Killah und dem splash!-Liebling Method Man geplant.
Zwar erst gegen Ende des Jahrzehnts, aber ebenfalls in den Neunzigern bekannt geworden ist
Gentleman. Mit seiner unverkennbaren Stimme und der direkt auf Jamaika durchlaufenen Schule darf er wohl als der bekannteste deutsche Reggaekünstler bezeichnet werden. Und wie es sich für einen echten Edelmann gehört, kommt der „weiße Raggamuffin“ natürlich nicht mit leeren Händen zum splash! sondern mit einem frisch produzierten Album. Diversity soll es heißen und im April dieses Jahres erscheinen.
Erstaunlich ruhig blieb es immer um
Masta Ace & Edo G. Lassen sich die beiden doch locker zu den Künstlern zählen, die von Anfang an in der US-Amerikanischen Szene dabei waren. Der Kreis ihrer Kooperationen erstreckt sich dabei von KRS One über RZA, bis hin zu De La Soul und verdeutlicht ihr Verständnis der Musiktexte als Sozialkritik. Das dazugehörige Album „Arts & Entertainment“ erschien Ende vergangenen Jahres.
Alle zwei Jahre wieder - könnte man sagen, ist die Münchner Gruppe
Blumentopf auf dem splash!-Festival dabei. Auch sie überzeugen durch gehaltvolle Texte, die sich gerne mal mit unserer Gesellschaft beschäftigen, auch wenn es dabei nicht unbedingt um die Gewaltexzesse in US-Amerikanischen Großstädten geht. Blumentopf produziert eher „Raportagen“ zu Fußball-Europameisterschaften oder Wahlwerbespots zur Bundestagswahl.

foto: SPLASH! 2009