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Aktuelle News bei Real-Beat
 
Der Wein wandelt den Maulwurf zum Adler.
Geschrieben am 28 Apr 2009 von Sascha
Mit alten Bekannten zu arbeiten, ist wie guten Wein zu genießen. PJ Harvey und John Parish sind alte Bekannte. PJ sang in den Achtziger Jahren in Parishs Band Automatic Dlamini. Auch danach haben sich der Produzent und die eigenwillige Sängerin nicht aus den Augen verloren. Mit „A Woman A Man Walked By“ erschien vor zwei Wochen ihr zweites gemeinsames Album – und es klingt wie ein guter Schluck.

Der Grundstein für das Album „A Woman A Man Walked By“ wurde bereits 2006 gelegt. „Ich stieß zufällig auf einen Song, an dem wir fünf Jahre zuvor gearbeitet hatten“, erklärt PJ Harvey. Daraus wurde schließlich „Black Hearted Love“, ein gradliniger Rocksong und die erste Singleauskopplung.

„Den Text hatte ich schon geschrieben, aber wir haben das Stück nie aufgenommen. Also sagte ich: ‘Der Song ist einfach nur fantastisch – magst du noch neun weitere Stücke schreiben, damit wir ein ganzes Album aufnehmen können?’ Na ja, und so kamen die Dinge dann langsam ins Rollen.“ Das Ergebnis ist ab Freitag im Handel. Wohl bekomms. Das geniale Wesen von PJ Harvey war noch nie für Jedermann ersichtlich. Diesem Image wird Sie auch bei diesem Album gerecht.

Hörprobe PJ Harvey & John Parish

PJ HARVEY live:
mit John Parish
06.05.2009 Stuttgart, Theaterhaus
07.05.2009 Berlin, Passionskirche

http://powerlinead.files.wordpress.com/2009/03/pj-harvey-john-parish1.jpg
foto: PJ Harvey & John Parish

Patrice: Appreci Luv out now!!!!
Geschrieben am 26 Apr 2009 von Sascha
Die Arbeit an seinem aktuellen viertem Studio-Album hat PATRICE endgültig bewiesen, dass er sich nichts mehr zu beweisen hat. Entsprechend entspannt und zeitlos klingt “Free Patri Ation”. Als ein Paradebeispiel für das sonnige Amalgam aus Reggae, Soul, Afro-Beat und unorthodoxem Folk beseelt die neue Single “Appreci-Luv” ein Spirit, mit dem sich die Welt aus den Angel heben lässt. Eine wahre Liebe lässt sich nie genug schätzen und feiern, insofern ist “Appreci-Luv” (vulgo: Appreciate Love) eine Aufforderung, der sich niemand wirklich verweigern kann.

Es macht Spass, sich über PATRICE Gedanken zu machen. Weil man weiss, dass er zu den Künstlern gehört, die sich ebenfalls so ihre Gedanken machen. Während anderswo der A&R-Mann der Plattenfirma die Singles aussucht, überlässt PATRICE auch in diesem Fall nichts dem Zufall. Er verfolgt einen eigenen Plan. Was wird ihn also dazu bewegt haben, nach “Clouds”, “Another One” und seiner Neudefinition eines Protestsongs, “Dove Of Peace”, mit “Appreci-Luv” einen schmissigen Party-Song folgen zu lassen?

Kaum hat man sich das gefragt, drängen sich auch schon gleich mehrere mögliche Antworten auf. Die einfachste stammt von den wirklich mächtigen Typen, die in jeder Beziehung über dem Gesetz stehen: “Because I can.” Dazu kommt ein Obama geschultes: “Yes, we can!” Aber auch wenn PATRICE wie wir alle dieses Gefühl kennt - etwas zu machen, einfach weil man es kann - findet er noch bessere Gründe. Zeigt doch “Appreci-Luv” eine bislang etwas unterrepräsentierte Seite seiner Persönlichkeit: Ein durchtriebenen Humor, mit dem er das eigene Machismo ironisch unterläuft. In so einer Stimmung gibt man auch schon mal den freundlichen Tipp geben, “If you could put her in the freezer, you should keep her ass on ice.” Die einfachste Antwort ist hingegen nahezu profan und dennoch vielsagend. Bei den Konzerten 2008 hat sich “Appreci-Luv” mit seinem eingängigen, Ska artigen Shuffle zum Liebling der Fans gemausert.

Für PATRICE ist dieser Song also vornehmlich Ausdruck einer Wertschätzung gegenüber seinen Fans und ihrer Liebe. Schöner kann man die Lehre des Songs nicht umsetzen. One Love!

Homepage Patrice

http://3d.juniorwebaward.ch/configuration/upload/pics/patrice1-72.jpg
foto: Patrice

TRASHMONKEYS & THE BUTTERFLY EFFECT Sa,02.05. Forum/Bielefeld
Geschrieben am 26 Apr 2009 von Sascha
TRASHMONKEYS
Wenn sich sogar die britische Musikpresse bei einer Band aus Bremen vor Lob überschlägt, hat sie allen Grund für gesundes Selbstvertrauen. Die Hammond-Orgel der Trashmonkeys schnurrt wie ein Kätzchen, die Gitarren fahren ihre Krallen aus, und Sänger Andreas Wolfinger gibt die Rocksau. Das ist seit Jahren das Konzept, was auch auf dem neuen Album Smile" hervorragend funktioniert. "Smile" klingt nach schwitzenden Menschen, denen in der Indiedisko das Bier überläuft, weil sie sich vom Tresen überhastet auf die Tanzfläche stürzen müssen. Und nur so nebenbei: Herren wie den Hives könnte ganz eng unter der Krawatte werden, wenn sie von der Konkurrenz aus Germany hören. Aber das wissen wir ja nicht erst seit gestern.

Hörprobe Trashmonkeys

http://www.abifestival.de/07/trashmonkeys.jpg


















THE BUTTERFLY EFFECT

Vier junge Menschen aus Brisbane im Werkzeug-Fieber gefällig? Neben Dredg und den Deftones haben The Butterfly Effect allem Anschein nach die eine oder andere Tool-Scheibe im Plattenschrank und diese vor dem Canossa-Gang in den Proberaum des Öfteren gehört. Düster, doch dabei stets kristallklar und dringend intensiv stoßen uns die Australier in ihren träge dahintreibenden Ozean zwischen Wucht und Fragilität, bei dem zunächst Clint Boges fesselnde Qualitäten am Mikrofon auffallen und der einen nach und nach in tückischen Strudeln nach unten zieht.. Gerade, wenn die Band ihrem talentierten Sänger genug Luft zum Atmen lassen, wie im kurzweilig arrangierten Einstieg "Perception Twin" oder dem fesselnden "Crave" ihres Debüts, was dieser Tage einen Nachfolger zur Seite bekommt, ist man sich sicher: The Butterfly Effect sollte man nicht verpassen.

Hörprobe The Butterflyeffect

http://www.newworldartists.net/_client/i/artists/30.jpg



 
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