Es ist sich ja niemand mehr zu blöd, seiner eigenen Musik entweder selbst oder von irgendeinem angebrüteten Werbefuzzi einen extra dämlichen und unglaublich innovativen Namen geben zu lassen. Dass die Ergüsse sich dabei eigentlich kaum von 1.000 anderen Bands unterscheiden, spielt eine untergeordnete Rolle.
Viel wichtiger ist, sich textlich mit Wikingern, Piraten oder vielleicht dem Sexualverhalten von Ü-30-Partygängern zu befassen. Entsprechend hätten wir also Viking Metal, Pirate Metal oder Homefucking Metal. Die aus New Jersey stammenden Swashbuckle spielen eigentlich Thrash Metal, rennen aber gern in Piratenkostümen rum und finden Long John Silver viel cooler als John Wayne. Entsprechend nennen sie ihre
Mucke Pirate Thrash.
Zumindest verfügen sie über ihren ganz eigenen Humor und drücken immer wieder ein paar ungewöhnliche musikalische Aspekte in ihre Musik. Namentlich muss man sich dem Image auch anpassen. So geben sich die Herren Namen wie Admiral Nobeard (Vocals, Bass), Commodore RedRum (Gitarre) und Captain Crashride (Drums). Nachdem sie 2005 zusammen gefunden haben, veröffentlichen sie das "Yo Ho"-Demo und lassen 2006 ihre Debüt "Crewed By The Damned" kielholen.
Ende 2007 spielen Swashbuckle eine erste, ausgedehnte Tour an der Ostküste und bis hinein in den Mittleren Westen der USA. Danach kommen sie über Umwege in Kontakt mit Nuclear Blast Records. Die nehmen die drei Piratenfanatiker unter Vertrag und veröffentlichen Ende 2009 das zweite Album "Back To The Noose".
Nach diversen Festivals in Europa sind sie im Herbst als Teil der Paganfest-Tour mit Korpiklaani, Alestorm, Unleashed und anderen unterwegs. So ganz nebenbei verbindet sie mit dem Guns N'Roses-Gitarristen Ron 'Bumblefoot' Thal eine enge Freundschaft. Der spielt nicht nur "Back To The Noose", sondern bucht die Jungs auch oft als Liveband für seine Soloshows.
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foto: Swashbuckle